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| Trennungs-Kultur und Mitarbeiterbindung: Kündigungen fair und nachhaltig gestalten
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Aktuell und hilfreich
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Trennungs-Kultur: Handbuch für ein professionelles wirtschaftliches und faires Kündigungs-Management (Gebundene Ausgabe) Das Buch von L. A. beleuchtet alle Facetten eines Trennungsprozesses. Sein Schwerpunkt liegt hierbei eindeutig auf einer konsequenten Umsetzung, die nach Möglichkeit so gestaltet ist, dass alle Beteiligten mit einem Mindestmaß an Würde behandelt werden. Dies ist sehr anerkennenswert, zumal bei dem Thema „Trennung" die Sachebene der Kommunikation sehr schnell verlassen wird und Emotionen in unterschiedlicher Intensität ausbrechen können. L.A. geht in guter und verständlicher Form auf alle relevanten Aspekte ein. So wird die Kostenseite angesprochen, die am Trennungsprozess beteiligten Personen „durchleuchtet", die einzelnen Phasen dargestellt, das eigentliche Trennungsgespräch mit den unterschiedlichen Reaktionsformen vorgestellt. Eine Reihe von Checklisten runden die Abschnitte gut ab. Leider liefert der Abschnitt zum Thema „Newplacement" keine großen neuen Erkenntnisse. Die Antwort auf die Frage, in welcher Form und in welchem Umfang Firmen die Gekündigten unterstützen können bzw. sollten, die mehrere Tausend Mitarbeiter entlassen müssen, bleibt leider unbeantwortet. Teilweise sind die Ausführungen auch etwas zu lang geraten und von Wiederholungen geprägt (z. B. bei Thema wie schwer es Managern fällt solche Gespräche zu führen). Etwas schade ist es, dass L.A. auf fast 26 Seiten den fast schon verzweifelt anmutenden Versuch unternimmt, den Begriff „Trennungs-Kultur" zu definieren. Oder auch die eindeutig zu lang geratenen Ausführungen zum Begriff der „Survivors", also derer, die nach einer Reorganisation im Unternehmen verbleiben. Als störend habe ich es empfunden, dass insb. auf den ersten ca. 60 Seiten auf fast jeder Seite immer wieder von „Angst" die Rede ist. Sicherlich hat L. A. umfangreiche Erfahrungen in diesem Segment. Angst lähmt jedoch und die Qualität im Hinblick auf Umsetzung und Durchführung der Maßnahmen leidet. Ich denke, es ist angemessener, eher von Sorgen oder Schwierigkeiten zu sprechen. Die überproportional häufige Verwendung des Wortes „Angst" in diesem Kontext suggeriert unterschwellig eine Stimmung, die bei diesem sicherlich komplexen und stark emotionalen Themenfeld negative Assoziationen auslöst. Evtl. geht sogar der interessierte Leser mit noch viel stärkerem Unbehangen in solche Gespräche hinein. Eine interessante Ergänzung wäre noch ein Abschnitt zum Thema „Taktik seitens des Unternehmens" um in arbeitsrechtlich so geschickter Form zu agieren, dass im Hinblick auf Arbeitsgerichtsverfahren ein möglichst geringes Prozessrisiko verbleibt. Ein Themenfeld, dass den Praktiker sicherlich sehr interessiert. Das Buch ist insgesamt lesenswert und gibt eine qualifizierten Überblick über das gesamte Thema „Trennung von Mitarbeitern" von einem kompetenten Fachmann.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 22. April 2003 | | |
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